Teil 2 des Alicante-Abenteuers der fünf TTCler

imageAm Donnerstag ging es weiter mit den Einzeln. Die Erwartungen, wie auch die Aufregung waren hoch. Ausgeruht durch den Tag zuvor ging es 11:30 Uhr mit Bärchens Einzel in der Hauptrunde gegen Miguel Angel Juan Miralles Sanchez (wow!!!- welch Name) aus Spanien los. Satz eins ging an Andreas. Dann kam der Spanier besser in Fahrt bzw. bei Andreas lief nichts so richtig über die Vorhand. Die Sätze waren knapp und nach 2:2 ging es in den Entscheidungssatz. Bei 8:9 gab es Auszeit für den Spanier. Leider setzte Andreas seinen nächsten Aufschlag ins Netz. Die Nerven lagen blank und am Ende war es ein ganz knappes 9:11. Man muss dazu anmerken, in der Halle herrschte zu der Zeit bereits erschwerend eine so hohe Luftfeuchtigkeit, dass man allein schon vom Nichtstun schwitzte und auf den Tischen und den Schläger dies auch Spuren hinterließ. Schade, nach großem Kampf war damit das Turnier für Andreas vorbei mit Platz 257. Danach war Christian dran. Auch für ihn ging es in der Hauptrunde um die hochhängenden Trauben gegen einen Polen. 1:0 für Christian! Der Pole schupfte viel zurück und Fränzchen konnte sein Spiel gut durchziehen. Dies gelang in den folgenden Sätzen leider nicht mehr so gut. Mit etwas Nervosität erwischte Christian nicht immer den Topspin im günstigen Moment und auch der Pole stellte sich besser darauf ein. Es war ein spannendes Spiel. Am Ende verabschiedete sich Christian von den Einzel-Wettkämpfen der 40 iger-Klasse nach einem guten Spiel und belegte damit ebenfalls Platz 257 der Welt bei seinem Erstauftritt. Chapeau.
Bei den Damen kämpfte sich Illo in der ersten Runde des Hauptfeldes gegen eine Engländerin souverän in Runde 2 und ließ trotz anfänglicher Nervosität nichts anbrennen. Ihre nächste Gegnerin aus Japan hatte dabei schon spioniert. Drei Stunden später war es dann soweit und die beiden trafen aufeinander. Shakehand gegen Penholder, Europa gegen Asien. Schon das ist ja spannend genug und macht den Reiz eines solchen Turniers aus. Die flinke Dame aus dem Land der aufgehenden Sonne (oder auch Sushi-Land) war für unsere Illo eine Nummer zu stark. Es gab tolle Ballwechsel und man fragt sich immer wieder, wie man mit Penholder-Haltung so flink spielen kann. Es hat viel Spaß gemacht, Illo anzufeuern und dem Spiel zuzusehen. Am Ende war es für sie Platz 33.
Carola hatte in der ersten Runde ein Freilos und musste sich dann in ihrer Hauptrunde gegen eine Russin behaupten. Die russische Bärin war leider nicht zu bezwingen. Carola kämpfte stark, unterlag aber am Ende doch mit 1:3. Für sie bedeutet dies: Platz 65 in der Ü50 bei den Damen.
Matthias trat als Einziger im Consolation-Cup, der Trostrunde, an. Erste Runde ein Freilos, dann wartete ein Belgier. Nach freundschaftlichem Shakehand dauerte das Spiel nicht lang. Matthias gewann klar mit 3:0. Dabei hatte Andreas mit dem belgischen Coach viel Spaß. Zwei Stunden später war ein Engländer der Gegner. Inzwischen war es in der Halle noch wärmer, stickiger und feuchter. Matthias konnte in einem spannenden und sehr konzentrierten Spiel mit 3:1 gewinnen. In der vierten Runde wartete ein deutscher Gegner. Nach dem Gewinn des ersten Satzes wurde Matthias vom deutschen Schiedsrichter (der zuvor sein Spiel an dem Tisch verloren hatte), auf seine vermeintlich falschen Aufschläge hingewiesen. Er wollte sie abzählen. Damit war die Konzentration hin und nur mit Rückhandaufschlägen reicht es eben nicht. Es war wie eine mentale Handbremse. Nach spannendem Spiel unterlag Matthias superknapp mit 2:3 und 9:11 im fünften Satz. Schade, das Aus kam eine Runde zu früh. Am Ende bedeutet das Platz 476 ;). Damit waren die Einzel für uns alle durch.
Freitag war Doppel-Tag. Fränzchen, mit seinem Seeländer Partner im Consolation-Cup, musste gegen zwei Esten ran. Nach 2:0 Führung ging das Spiel dann doch noch knapp mit 9:11 im fünften Satz weg. Schade, denn es wär mehr drin gewesen. Zeitgleich mussten Bärchen und Matthias nach einem Freilos in der Hauptrunde gegen zwei Schweden ran. Die unterschwellige Angst vor den Gelb-Blauen war eigentlich unbegründet. Der ersten Satz wurde nach starken Rückhandbällen von Bärchen gewonnen. Satz zwei ging weg, weil Matthias mit den Aufschlägen von Karlsson (die hießen alle so :)) enorme Probleme hatte. 1:1, dann 2:1 und im vierten Satz waren beide sehr gut dran. Bei 8:8 packten die Schweden die Bärchenbälle aus und machten damit den Sack zu. Schade. Fünfter Satz: Es ging hin und her. Am Ende verlieren Andreas und Matthias mit 6:11. Das war das Aus in der Runde der letzten 64.
Dann waren die Damen dran. Illo und ihre Partnerin aus Brandenburg hatte wieder Japanerinnen als Gegner. Wenn es schon gegen einmal Penholder schwer ist, so ist es gegen zwei Penholderspielerinnen doppelt schwer. Es war ein schönes Spiel und unsere Beiden hatten eine Reihe sehr guter Bälle dabei. Am Ende hatten die beiden japanischen Kirschblüten aber die Nasen deutlich vorn. Aus für Illo und Marita Matern mit Platz 17 im Hauptfeld. Last but not least – Carola. Ihre Gegnerinnen kamen aus Belgien. Leider hatten beide kein wirkliches Mittel gegen die Damen aus dem Land der Biere und blieben mit 0:3 chancenlos. Damit war auch die letzte TTC-Matadorin mit Platz 33 ausgeschieden.
Für uns fünf ist das Turnier damit beendet. Mit einem lachenden Auge, weil es riesig Spaß gemacht hat, und einem weinenden Auge, weil ja vielleicht doch etwas mehr drin war, verabschieden wir uns aus dem Turnier und aus Alicante. Es geht wieder heim für Matthias und in den Anschlussurlaub für den Rest. Wir danken allen daheim, die uns die Daumen gedrückt und uns unterstützt haben.
Viele Grüße und ein letztes Hola Alicante sagen Andreas, Carola, Christian, Ilona und Matthias.

PS. Nach der WM ist vor der EM 🙂

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